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Monday, August 10, 2020

Astronomie und Raumfahrt

Die Erforschung und Eroberung unseres Universums

Warum Astronomie und Raumfahrt? Wie Blasen im Strom der Milchstraße erscheinen die Sterne und Planeten am Nachthimmel, doch tatsächlich sind es ganz eigene Welten mit eigenen Phänomenen, von denen einige jedoch denen der Erde ähneln: Vulkane, Gletscher, Stürme, Quellen, Flüsse, Seen und Ozeane haben wir dort draußen entdeckt, die Entdeckung außerirdischen Lebens ist nur noch eine Frage der Zeit. Nach unseren Maßstäben passiert jedoch auch in den dunkelsten Stunden hier auf der Erde im Großteil des Universums rein gar nichts, was mir unsere Position in diesem ehrfurchtgebietenden Universum unglaublich imposant demonstriert. Gleichzeitig ist es jedoch hoffnungsvoll, dass wir Menschen trotz unserer untergeordneten Rolle in jene fernen Welten vordringen können, denn das macht uns zu etwas ganz Besonderem. Vielleicht leben wir ja schon bald auf der anderen Seite des Teleskops.

Definition Astronomie und Raumfahrt

Astronomie ist die Stern- und Himmelskunde mit wissenschaftlichen Mitteln. Sie erforscht die Eigenschaften der Objekte im Universum wie Galaxien, Sterne und Planeten, aber auch die übrige Materie und Strahlung im Weltraum. Durch diese Kenntnisse erhoffen sich Astronomen ein Verständnis der Entstehung, des Aufbaus und der Zukunft unseres Universums. Als Raumfahrt hingegen werden sämtliche menschliche Aktivitäten im Weltraum bezeichnet.

Meine besten Blogartikel rund um Astronomie und Raumfahrt

Wie viele Menschen sind gerade im Weltraum?

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Ich begreife nicht, wie jemand nachts nach draußen geht, zum Himmel hochblickt und nicht den Wunsch haben kann, Astronom zu werden.
Don Schneider, Astronom am Hale-Teleskop
Die Sterne jenseits des Saturn müssen unzählige Sonnenwelten oder Zentralfeuer sein, die ihrerseits von Planeten umkreist werden, die für uns unsichtbar sind.
Giordano Bruno, 1584

Diese Aussage, die heute die heute eine Selbstverständlichkeit ist, bescherte dem italienischen Physiker Giordano Bruno im Jahre 1600 den Tod auf dem Scheiterhaufen, denn seine Vorstellung eines unendlich großen und alten Universums ließ keinen Platz für ein Jenseits, eine Schöpfung oder die Erde in seinem Mittelpunkt – doch im Jahre 1992 erweis sie sich durch die Entdeckung des ersten Planeten, der einen anderen Stern umkreist als völlig richtig.  Giordano Brunos Idee war auch die Geburtsstunde der Vorstellung der Raumfahrt: Wenn die anderen Himmelskörper reale und materielle Objekte wie die Erde und nicht Löcher im Himmelszelt oder irgendwelche Gottheiten sind, könnten Menschen sie dann vielleicht eines fernen Tages besuchen?

Berühmte Astronomen, Raumfahrer und Astrophysiker

Margaret Hamilton

Die erste astronautische Landung von Menschen auf dem Mond gehört zweifellos zu den größten Leistungen, die wir Menschen je erbracht haben und hat ...

Tiera Fletcher

Tiera Fletcher ist die Frau, welche die Menschheit auf den Mars bringt, denn die Raumfahrtingenieurin arbeitete schon mit 21 Jahren an der Su ...

Mae Jemison

Über Mae Jemison könnte man wirklich viel erzählen, alleine schon, wenn man sich nur ihr großartiges Engagement ansieht. Sie war im Fried ...

Jocelyn Bell Burnell

Die Wissenschaft sieht sich gerne als über der Gesellschaft stehend, als unabhängige Instanz, die sich unbeeindruckt von Ideologien und Meinungen be ...

Herman Potočnik

Es war schwer, eine wirklich wegweisenden Raumfahrtpersönlichkeit zu finden, die kein Nazi war. Die wohl bekannteste ist Wernher von Braun, ...

Artikel zu Astronomie und Raumfahrt

Raumfahrt und Astronomie: Die besten Dokumentationen und Filme.

Links zu Astronomie und Raumfahrt

Raumfahrt und Astronomie in der Schule

Raumfahrt und Astronomie in der Schule spielen keine große Rolle. Das ist schade, denn sie vermögen es wie kaum etwas anderes, Kinder zum Nachdenken über die Welt und unsere Rolle darin anzuregen. Daher möchte ich dich ermutigen, für Schulprojekte ein astronomisches Thema zu wählen und einen Beitrag zu leisten, das Fach populärer zu machen. Hier biete ich thematisch passende Deckblätter zum kostenlosen Download als PDF an.

Lesestoff für Astronomie und Raumfahrt Interessierte

Wenn ich mal die nötige Ruhe und Zeit dazu finde, lese ich verschiedenste Zeitschriften und Bücher zu den Themen Astronomie und Raumfahrt und hin und wieder schreibe ich dann auch im Blog etwas darüber. Hier möchte ich aber erst einmal nur ein paar kurze Empfehlungen zu interessanter Fachliteratur im Überblick geben.

Raumfahrt- und Astronomie-Zeitschriften

Der Klassiker Sterne und Weltraum dürfte wohl vielen bekannt sein, er erscheint wöchentlich und ist besonders aufgrund der sehr ausführlichen Behandlung aktueller Themen empfehlenswert. Etwas kompakter, aber auch recht anspruchsvoll, ist dort Sternzeit, ein Heft astronomischer Vereinigungen, das vierteljährig erscheint und bspw. einen Wettbewerb zum Entwurf einer eigenen Raumsonden-Idee veranstaltete. Ansonsten gibt es häufig astronomische Beobachtungstipps oder Raumfahrthistorie wird behandelt. Eher für Anfänger könnte das zweimonatig erscheinende Weltraum-Magazin Space etwas sein, es arbeitet im Grunde genommen die klassischen und allgegenwärtigen Themen der Weltraumforschung, von Schwarzen Löchern über die Gefährlichkeit von Asteroideneinschlägen bis zur Mondlandung, optisch ansprechend, illustriert, einfach und kompakt auf – mir persönlich sind die Themen fast schon etwas zu gängig und zu kompakt dargestellt.

Raumfahrt- und Astronomie-Bücher

Einen sehr breiten, aber dennoch einfach und detailliert geschriebenen Einblick in die gesamte Astronomie gibt der Astroteilchenphysiker Michael Büker in seinem Werk Ich war noch niemals auf Saturn. Etwas philosophischer wird der Physiker Heinz Oberhummer, er stellt die Frage, warum trotz einer unglaublich geringen Wahrscheinlichkeit in unserem Kosmos Leben entstehen kann in seinem astronomischen Buch Kann das alles Zufall sein? – Spoileralarm: Ja. Wenn es um gute Raumfahrt-Bücher geht, kann ich Höllenritt durch Raum und Zeit: Astronaut Ulrich Walter erklärt die Raumfahrt empfehlen, denn dort beantwortet der deutsche Space-Shuttle-Astronaut Ulrich Walter Fragen zum Leben im Weltraum teils aus erster Hand: Wie schläft, trinkt und erleichtert man sich im Weltraum? Wann landen die ersten Menschen auf dem Mars? Und – wohl um der Verkaufszahlen Willen – ist eigentlich Geschlechtsverkehr im Weltall möglich?

Nachrichten aus der Astronomie und Raumfahrt

NASA-News

Astronomie-News

Die häufigsten Fragen rund ums Thema Astronomie und Raumfahrt

Was ist Astronomie einfach erklärt?

Astronomie ist die wissenschaftliche Erforschung der Himmelskörper des Universums wie etwa Galaxien, Sterne und Planeten sowie der Materie und Strahlung im Weltraum. Wissenschaftler, die sich mit Astronomie beschäftigen, sind Astronomen. Astronomen erhoffen sich von der Astronomie Kenntnisse über die Entstehung, den Aufbau und die Zukunft des Universums.

Was ist der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie?

Astronomie ist eine Naturwissenschaft, die sich der Erforschung der Himmelskörper widmet, Astrologie hingegen ist die mythologische Deutung des Einflusses der Himmelskörper auf das irdische Geschehen. Im Mittelalter hing die Astrologie noch eng mit der Astronomie zusammen und wurde als Wissenschaft praktiziert, mittlerweile widerlegen Studien die Astrologie jedoch eindeutig - weshalb diese Frage bei Astronomen selten gut ankommt.

Was versteht man unter einer Galaxie?

Eine Galaxie ist eine gravitativ gebundene Ansammlung von Materie, darunter Dunkle Materie, Sterne, Gas und Staub von bis zu 1013 Sonnenmassen. Es gibt verschiedene Arten von Galaxien, etwa Spiralgalaxien, Balkengalaxien, Elliptische Galaxien und Irreguläre Galaxien. Man vermutet, dass es im beobachtbaren Universum etwa eine Billion Galaxien gibt, wir leben in einer großen Balkengalaxie namens Milchstraße. Häufig schließen sich Galaxien zu Galaxienhaufen zusammen.

Wo kann ich Astronomie studieren?

Astronomie studieren kann man nicht als eigenes Fach, lediglich als Kleines Fach und somit als Teil eines Physik-, Geographie- oder Mathematikstudiums. Möglichkeiten dafür sind in Deutschland die Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, die Ruhr-Universität in Bochum oder die LMU in München. Auch in Bern in der Schweiz und in Wien in Österreich ist das möglich. Astrophysik hingegen kann ebenfalls in München, aber auch in Bonn, Bremen und Potsdam studiert werden.

Was gehört zur Astronomie?

Vieles gehört zur Astronomie, etwa die Astrometrie, die sich lediglich mit der Vermessung des Nachthimmels beschäftigt und die Astrophysik, die den Nachthimmel auf physikalischer Basis ergründet. Die Planetologie beschäftigt sich mit Planeten als astronomische Objekte, die Galaktische Astronomie mit der Milchstraße und die Extragalaktische Astronomie mit anderen Galaxien. Die Kosmologie hingegen erforscht die Entwicklung des gesamten Universums und die Stellarastronomie die Entwicklung von Sternen.

Warum ist die Astronomie die älteste Wissenschaft?

Astronomie ist wohl die älteste Wissenschaft, weil die Menschen seit Anbeginn der Zeit den Nachthimmel beobachtet und Gesetzmäßigkeiten erkannt haben. Vor allem in der Zeitmessung und der Mythologie spielte er früher eine noch größere Rolle im Leben der Menschen als heute - die moderne Astronomie als Naturwissenschaft entstand erst vor etwa 400 Jahren, als die Erfindung des Fernrohrs die Kopernikanische Wende vollendete.

Wie lange dauert es bis eine Rakete im Weltall ist?

Der Weltraum ist nicht so weit entfernt wie viele denken, eine Rakete braucht nur wenige Minuten, bis im im Weltall ist. Die russische Sojus, die derzeit die meisten Menschen ins All bringt, hat ihre Endgeschwindigkeit im Weltraum etwa schon nach acht Minuten erreicht. Bis jedoch das angestrebte Ziel erreicht ist, kann es Tage, Wochen, Monate oder Jahre dauern.

Wann war die erste Raumfahrt?

Die erste Rakete erreichte den Weltraum am 20. Juni 1944, es war eine Aggregat 4 der Nazis, den ersten Erdsatelliten Sputnik 1 schoss die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 ins All, mit ihm begann die Raumfahrt. Die erste astronautische Raumfahrt gelang ebenfalls der Sowjetunion als der Astronaut Juri Gagarin am 12. April 1961 mit Wostok 1 ins Weltall flog.

In welcher Höhe beginnt das All?

Es gibt keine klare Trennlinie zwischen Erdatmosphäre und All, der Übergang ist fließend. Die Fédération Aéronautique Internationale definiert die Grenze zum All über die Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe über dem Meeresspiegel. Etwa in dieser Höhe genügt die Dichte der Atmosphäre nicht mehr für die Erzeugung eines nennenswerten Auftriebs, aus Luftfahrt wird also Raumfahrt. Die U.S. Army hingegen zieht die Grenze in einer Höhe von 50 Meilen über dem Meeresspiegel, also etwa 80 Kilometern.

In welcher Höhe fängt die Schwerelosigkeit an?

Die Schwerelosigkeit fängt nirgends an, denn die Gravitation der Erde hört nirgendwo auf, sie wird mit zunehmender Entfernung nur kontinuierlich schwächer. Das ist jedoch nicht der Grund für die Schwerelosigkeit, in 200 Kilometern Höhe etwa sind Astronauten bereits schwerelos, obwohl die Erdgravitation dort noch 94% ihres Werts auf dem Boden beträgt. Stattdessen gleicht die Zentrifugalkraft die Gravitation im Erdorbit stets aus. Anschaulich könnte man sagen, Astronauten fallen um die Erde.

Wie schnell bewegen wir uns durch das Weltall?

Die Erde bewegt sich auf ihrer Bahn durchs Weltall relativ zur Sonne mit einer Geschwindigkeit von 29,78 Kilometern pro Sekunde oder 107.000 Kilometern pro Stunde. Gleichzeitig bewegt sich jedoch das gesamte Sonnensystem inklusive der Erde mit 220 Kilometern pro Sekunde oder etwa einer Millionen Kilometern pro Stunde um das Zentrum der Milchstraße - und auch diese bewegt sich wieder.

Wer hat die Astronomie erfunden?

Menschen haben schon seit der Steinzeit den Himmel beobachtet, daher hat niemand die Astronomie wirklich erfunden. Die ersten präzisen Untersuchungen des Himmels nahm der griechische Astronom Hipparchos von Nicäa vor, er wird daher manchmal Erfinder der Astronomie genannt. Der erste, der mathematische Gesetzmäßigkeiten zum Verhalten der astronomischen Objekte aufstellte war jedoch der deutsche Astronom Johannes Kepler, er hat somit die Astronomie im modernen Sinne erfunden.